Ifrane

Ifrane ...beliebter Wintersportort in Marokko...








Übersicht



Ifrane
ist ein bekannter Wintersportort in Marokko, wo auch die Familie des Königs gerne verweilt. Der Name des Ortes entstammt den Höhlen, die hier in unmittelbarer Nähe zu finden sind. Die Stadt Ifrane besitzt etwa 15.000 Einwohner und befindet sich im Norden Marokkos in der Region Fès-Meknès. Die moderne gepflegte Kleinstadt in den Bergen des Mittleren Atlas ist eine beliebte Sommerfrische und ein ebenso beliebter Wintersportort für die marokkanische Mittel- und Oberschicht. Ifrane liegt auf einer Höhe von etwa 1650 Metern, etwa 65 Kilometer südlich von Fès und 18 Kilometer nordöstlich von Azrou. In der Nähe liegen der Nationalpark Ifrane mit den beiden erloschenen Vulkankratern des Jbel Mischliffen und des Jbel Hebri.



Ifrane Schnee im März

Map Ifrane





Ifrane


Der Platz, auf dem sich die heutige Stadt Ifrane ausbreitet, war ehemals nicht mehr als eine Sommerweide für die Schaf- und Ziegenherden der halbnomadisch (Transhumanz) lebenden Berberbevölkerung des Umlandes. Erst ganz allmählich entwickelte sich eine dauerhafte Siedlung, die wohl auch als Station für die über Midelt kommenden Handelskarawanen aus dem Süden Marokkos (z. B. Sijilmassa) fungierte. Während der Protektoratszeit bauten die Franzosen den zentralgelegenen Ort zur Sommerhauptstadt und zu einer Militärgarnison aus. Die heutige Provinzhauptstadt bietet viele Arbeitsplätze in der öffentlichen Verwaltung. Daneben gibt es eine Universität und auch der Tourismus spielt eine nicht unwesentliche Rolle.



Ifrane Winter in Ifrane - Foto: Wikipedia - Autor: nssaw tawahd - Lizenz: s.u.

Geschichte


Man spricht sowohl Berberdialekte, die zur Sprachgruppe des Tamazight gehören, als auch Marokkanisches Arabisch sowie Französisch. Die moderne Stadt Ifrane wurde 1928 während des Protektorats von der französischen Verwaltung für ihre Verwaltung aufgrund des alpinen Klimas gegründet. Ifrane wurde als „Bergstation“ oder kolonialer Siedlungstyp konzipiert. Es ist ein Ferienort, der hoch in den Bergen liegt, so dass die Europäer sich von der sommerlichen Hitze tropischer Kolonien erholen können. Ifrane ist auch ein beliebtes Ziel für Höhentrainings. Die erste dauerhafte Besiedlung des Gebiets stammt aus dem 16. Jahrhundert, als der Sharif von Sîdî 'Abd al-Salâm seine Gemeinde im Tizguit-Tal, sieben Kilometer stromabwärts von der heutigen Stadt, gründete.



Ifrane Impressionen


Eine kleine Festung mit Blick auf das Oued Tizguit (heute Teil des Palastviertels) wurde bereits während der militärischen Eroberung errichtet, um die Straße von Fes nach Khenifra durch die Berge zu sichern. Die sanft hügelige Landschaft mit frischen Quellen und Wildblumen wurde als Sommerresort für Großfamilien aus der Saïss-Ebene, Meknes und Fes geschätzt. Fünfzig Hektar landwirtschaftliches Land oberhalb der Zâwiyah, in einem Gebiet, das ursprünglich als Tourthit oder „Garten“ bezeichnet wurde, wurde für das Projekt enteignet. Die Stadt Ifrane ist nicht nur eine koloniale „Bergstation“ und eine Gartenstadt sondern auch ein Verwaltungszentrum der Provinz und eine Universitätsstadt.



Ifrane Tankstelle






Sehenswürdigkeiten


Wenn man durch die kleine Stadt mit ihren schönen Parks wandert, wähnt man sich wie in einem deutschen oder französischen Ort. Nicht umsonst wird Ifrane auch als Gartenstadt bezeichnet. Durch die umgebende und größtenteils bewaldete Berglandschaft und die während der französischen Protektoratszeit in Mode gekommenen Satteldächer der Häuser gewinnt die Stadt ein beinahe europäisches Aussehen, welches durch gepflegte Boulevards und schöne Parkanlagen noch unterstrichen wird. Wohlhabende Marokkaner aus dem Nordwesten des Landes – darunter auch der König – haben hier einen Zweitwohnsitz.



Ifrane Naturschutzgebiet

Al-Akhawayn-Universität


Die im Jahr 1995 eröffnete Al-Akhawayn-Universität ist eine öffentliche Eliteuniversität, die gemeinsam vom marokkanischen und vom saudi-arabischen König gestiftet wurde und sich über die Einnahme von Studiengebühren finanziert. Das Curriculum folgt amerikanischem Vorbild und findet in englischer Sprache statt. Das großzügig gestaltete Universitätsgelände orientiert sich architektonisch an den traditionsreichen Campusuniversitäten Englands und des Nordostens der USA. Zum Universitätsgelände gehört eine Moschee (Mosquée d'Al Akhawayn), die in mancher Hinsicht eine verkleinerte Replik der Moschee Hassan II in Casablanca ist.



Ifrane Al-Akhawayn-Universität - Foto: Wikipedia - Autor: Amina Lahbabi - Lizenz: s.u.

Klima


Aufgrund der Höhenlage - 1650 Meter - fällt in der Stadt während der Wintermonate Schnee und im Sommer besitzt Ifrane ein kühles Klima. Ifrane liegt im Atlas-Gebirge und ist von der kalten Strömung des Nordatlantiks betroffen. In Ifrane herrscht ein ozeanisches Klima mit kontinentalem Einfluss oder ein warmes Sommer-Mittelmeerklima. Das Klima wechselt im Winter zu kalten, frostigen Tagen und im Sommer zu gemäßigten Temperaturen. Die Nächte können im Winter sehr kalt sein. Obwohl die Temperaturen im Winter normalerweise nur knapp unter den Gefrierpunkt fallen, hat man das Gefühl, es wäre 10 Grad kälter. Die Winterhöchstwerte liegen im Dezember und Februar selten über 10 ° C (50.0 ° F). Aufgrund der Höhenlage der Stadt und der Nähe zum Nordatlantik ist der Niederschlag sehr stark, wenn die Wetterfrontsysteme die Region beeinträchtigen. Die Niederschlagsmuster folgen dem klassischen mediterranen Spektrum von Oktober bis April.



Ifrane Hauptstraße

Fauna und Flora


Die Stadt hat bereits ab Oktober hohen Schneefall und der Winter dauert bis in die Frühlingssaison. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt nicht mehr als 11 ° C. Ifrane hält aufgrund von Aufzeichnungen den niedrigsten jemals in Afrika beobachteten Temperaturwert: -23,9 ° C (-11,0 ° F) am 11. Februar 1935. Die Artenvielfalt von Ifrane ist einzigartig. Die Fauna und Flora enthält seltene, aber meist bedrohte Arten. Zu den bedrohten Tierarten in der Umgebung zählen der Berberaffe. Der Berberaffe (Macaca sylvanus), auch Magot genannt, ist eine Makakenart aus der Familie der Meerkatzenverwandten. Zu den heimischen Baumarten zählen die heimische Atlas-Zeder, die Buscheiche und die eingeführte, sogenannte London plane (Platanus x hispanica) - eine Platanenart.



Ifrane ...ein kleiner Fink im Winter - Ifrane National Park, Marokko - Foto: Wikipedia - Autor: Med.Adaam - Lizenz: s.u.

Quellenangabe:


1.: Die Informationen zur Geschichte von Ifrane basieren auf dem Artikel Ifrane (06.02.2018) und stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Sie stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Die Fotos "Al-Akhawayn-Universität - Autor: Amina Lahbabi" - "Skulptur vor der Al Akhawayn University - Autor: Bryan Alexander" - "...ein kleiner Fink im Winter - Ifrane National Park, Marokko - Autor: Med.Adaam" unterliegen der Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported und dürfen unter deren Bedingungen weitergegeben werden. Das Foto "Winter in Ifrane - Autor: nssaw tawahd" unterliegt der Free Art License 1.3!



Ifrane Skulptur vor der Al Akhawayn University - Foto: Wikipedia - Autor: Bryan Alexander - Lizenz: s.u.

Fotos aus Ifrane




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