Saadier-Gräber

Marrakech - Grabmonumente

Saadier-Gräber






Überblick

Marrakech - Grabmonumente

Innenhof der Saadier-Gräber



Eine weitere Sehenswürdigkeit und ebenfalls interessant ist das Monument der sogenannten Saadier-Gräber. Der Zugang zu den Gräbern wurde erst 1917 bei Ausgrabungen durch französische Archäologen wiederentdeckt. Von einer hohen Mauer umschlossen, enthalten die Gräber zwei Mausoleen, die in einem prachtvollen, mit Rosen bestückten Garten liegen. In den mit italienischen Carrara-Marmor, Mosaiken sowie Stuck-und Zedernholzarbeiten ausgeschmückten Grabbauten sind sieben Sultane der Saaditen-Dynastie aus dem 16. Jahrhundert mit 62 Mitgliedern ihrer Familien beigesetzt. Die Saadier-Gräber oder auch Saaditen-Gräber in Marrakech dienten von 1557 bis 1664 den Saadiern als wichtigste Nekropole.


 

Map Marrakech



Saadier-Gräber

Marrakech - Grabmonumente

Saadier-Gräber - Außenanlage


Heute gehören sie wie die gesamte Innenstadt Marrakechs zum UNESCO-Weltkulturerbe und gelten als eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die Grabmonumente schließen sich direkt an den hinteren Teil der Moschee al-Mansur (Kasbah-Moschee) im Süden der Medina an, unweit des bekannten Stadttores Bab Agnaou. Sie sind heute durch einen schmalen Gang zu erreichen, der sich hinter dem unauffälligen Eingang rechts der Moschee erstreckt. Dieses Mausoleum der Saadier-Dynastie beeindruckt vor allem durch die schöne, abgeschiedene Lage. Die Grabmonumente sind in vollkommener, traditoneller marokkanischer Handwerkskunst ausgeführt worden.


 

Marrakech - Grabmonumente

Innenansicht des großen Mausoleums - Saal der zwölf Säulen


Die Nekropole der Saadier besteht aus zwei Mausoleen, die alle unterschiedliche Räume beinhalten. Im ersten und größten Mausoleum sind das der Raum des Mihrab, der Raum der zwölf Säulen und der Raum der drei Nischen. Im zweiten, kleineren Mausoleum sind nur zwei Räume vorhanden- hier wurde die Mutter des Sultan al-Mansour bestattet - Lalla Massouda. Am Ende der Nekropole findet der Besucher Reproduktionen von seltenen Dokumenten: u.a. eine Portugiesische Karte aus dem Jahr 1585, die das Mausoleum illustrierte, und Aquarelle von Gabriel Rousseau aus dem Jahr 1918. In einem zweiten Raum zeigt eine Reihe von Fotografien die Faszination des Mausoleums. Diese Ausstellung wird vom Ministerium für Kultur und der Abteilung Maison de la Photographie von Marrakech organisiert.


 

Marrakech - Grabmonumente

Garten der Nekropole


Ursprünglich diente das Gelände der Nekropole lediglich als Garten der Kasbah-Moschee, doch bereits Jahrhunderte vor der Herrschaftszeit der Saadier (1549 – 1664) wurden hier einige Emire und auch der Meriniden-Sultan Abu l-Hasan beigesetzt. Nachdem auch der erste Saadier-Sultan Mohammed ech-Cheikh hier beigesetzt wurde, ließ ihm dessen Sohn Abdallah al-Ghalib an diesem Ort ein Grabmal bauen und wurde später ebenfalls hier beigesetzt. Die heutigen Mausoleen und die umschließenden Mauern wurden im späten 16. Jahrhundert unter Ahmad al-Mansur errichtet und danach über 200 Jahre lang verwendet, bis sie vom Alawiden-Sultan Mulai Ismail mit hohen Mauern umschlossen wurden, um das Andenken an die Saadier-Dynastie zu tilgen. Erst 1917 wurde die Anlage zufällig wiederentdeckt. Seitdem wird sie laufend restauriert.


 

Großes Mausoleum

Marrakech - Grabmonumente

Innenansicht des großen Mausoleums - Saal der zwölf Säulen


Die Anlage beherbergt die Gräber von sieben Sultanen und 62 Mitgliedern ihrer Familien sowie über 100 weitere Gräber, die sich auf zwei Mausoleen und einen begrünten Hof verteilen. Sie ist vollständig von schmucklosen Stampflehm-Mauern umschlossen, nur im Norden wird sie von den Mauern der Kasbah-Moschee begrenzt. Das große Mausoleum liegt an der Westflanke der Anlage, direkt links neben dem Eingang, und gliedert sich in drei nebeneinanderliegende Säle. Im linken Saal befindet sich das Grab des Alewiden-Sultans Moulay el-Yazid. Wie der auf der Südseite liegende Mihrab zu erkennen gibt, wurde der Raum zunächst als Gebetsraum erbaut. Der Hufeisenbogen des Mihrab ist wie auch der Durchgang zum mittleren Saal raumhoch von einem ornamental gefüllten Alfiz umgeben.


 

Marrakech - Grabmonumente

Saadier-Gräber - Raum mit Mihrab


Der Saal wird von vier zentralen Marmorsäulen gegliedert, auf denen weiß verputzte Hufeisenbögen ruhen. Zwischen diesen erheben sich sieben mit Girih-Mustern bedeckte Kuppeldächer sowie rechter Hand eine kleine Kuppellaterne. Der als ‚Saal der zwölf Säulen‘ bekannte mittlere Raum ist noch prunkvoller ausgestattet und bildet mit seinem quadratischen Grundriss das Zentrum der Anlage. Die Mitte des Raumes wird bedeckt von einer großen Kuppel aus fein geschnitztem Zedernholz, die an ihren Ecken von je drei Säulen aus Carrara-Marmor getragen wird. Die Säulengruppen sind von mit Rautenmustern verzierten Zwickeln verbunden; diese wiederum untereinander sowie zu den Außenwänden hin durch Muqarnas-verzierte Spitzbögen. Die Decke des um das Mittelquadrat verlaufenden Umgangs ist ebenfalls aus bemaltem und teils vergoldetem Zedernholz gefertigt.


 

Marrakech - Grabmonumente

Saadier-Gräber - Innenraum - Saal der zwölf Säulen



Kleines Mausoleum

Marrakech - Grabmonumente

Kleines Mausoleum


Die Wände sind im unteren Bereich ähnlich wie die Böden und Gräber der Anlage mit Fayencemosaiken belegt, darüber ordnen sich ein aus Schriftkacheln und ein aus Stuck gearbeitetes Schriftband. Oberhalb dieser Bänder sind die Wände mit feinen netzförmigen Stuckarbeiten bedeckt. Der Saal beherbergt die Gräber mehrerer Saadier-Sultane, darunter das von Ahmad al-Mansur, sowie deren Familienangehörigen. Ganz rechts befindet sich der kleinere "Saal der drei Nischen", der ähnlich prächtig verziert ist wie der Hauptsaal und die Gräber von Kindern der Saaditen-Herrscher beherbergt. Das kleinere Mausoleum befindet sich mittig auf dem Gelände und ist nur mit seiner Nordseite an die Mauer der Moschee angebaut.


 

Marrakech - Grabmonumente

Innenansicht des kleinen Mausoleums


Unter der Traufe des mit grün glasierten Ziegeln bedeckten Daches verläuft ein aus Zedernholz geschnitztes Schriftband, und darunter ein breiteres geometrisches Stuckband. Im Nordteil des Gebäudes befinden sich zu den gegenüberliegenden Seiten hin zwei Loggien mit einem prunkvollen Giebelbau aus Zedernholz, der von je zwei Marmorsäulen gestützt wird. Hinter diesen liegt ein kleiner Gebetsraum, der das Grab der Lalla Messaouda beherbergt. Im südlichen Teil liegen weitere Saadier-Gräber. Auch hier finden sich Fayence-Mosaiken und Schriftbänder an den Wänden, sowie ein zentrales Bogentor mit einem von Arabesken gefüllten Alfiz, hinter dem eine mit Muqarnas gefüllte Nische liegt. Der Dachstuhl des Raumes besteht aus einer kleinteiligen geometrischen Zedernholz-Konstruktion, die teilweise bemalt und vergoldet ist. [1]


 

Medina

Marrakech - Medina

...öffentlicher Brunnen...


In der Medina von Marrakech finden Sie die berühmten Souks, in denen Händler ihre Ware verkaufen. Hier können Sie landestypische Souvenirs wie Gewürze, bunte Tücher, Lederwaren und Lampen erwerben. Marrakech teilt sich in mehrere Zonen auf. Die zwei wichtigsten sind die Medina und die von den Franzosen während der Protektoratszeit gegründete Neustadt Gueliz. Die Medina ist wegen ihrer Märkte, Bauten und Sehenswürdigkeiten für Touristen der interessantere Teil. Wer gute Hotels, Bars und Restaurants sucht, der orientiert sich eher nach Gueliz.

Weitere Informationen zur Medina von Marrakech in Marokko finden Sie hier....!


 

Platz Djemaa el Fna

Marrakech - Gauklerplatz

Café Argana - im Hintergrund die Moschee El Bahja


Eine der Hauptattraktionen der Stadt Marrakech in Marokko ist der Platz Djemaa el Fna- der sogenannte Gauklerplatz. Der Name Gaukler stammt von den allabendlich hier auftretenden Akteuren ab, deren Skala von Schlangenbeschwörern, Heilern, Zahnärzten, Märchenerzählern und Verkäufern für allerlei obskure Produkte reicht. Dazu gibt es viele Stände mit Verkaufsprodukten aus dem Lebensmittelbereich und viele Buden und Garküchen mit kleinen marokkanischen Spezialitäten, die hier vor allem am Abend großen Zulauf haben....!

Weitere Informationen zum Place Djemaa el Fna in Marrakech in Marokko finden Sie hier....!


 

Koutoubia Moschee

Marrakech - Moschee

...schöner Park bei der Koutoubia Moschee....


Vom weltberühmten Platz Djemaa el Fna aus ist das Wahrzeichen von Marrakech zu sehen- die Koutoubia Moschee. Sie verdankt ihren Namen dem Souk der Buchhändler, der sich einst auf diesem Gelände befunden hat. Um die Moschee herum befinden sich die Grundmauern und Kellergewölbe dieses ehemaligen Souks. Die Bekanntheit der Koutoubia Moschee gründet vor allem auf dem 77 Meter hohen Minarett, dem einzigen vollendeten, originalen Gebetsturm aus der Zeit der Almohaden....

Weitere Informationen zur Koutoubia Moschee in Marrakech finden Sie hier!


 

Quellenangabe:


1.: Die Informationen zur Geschichte der Saadier-Gräber in Marrakech basieren auf dem Artikel Saadier-Gräber (23.04.2015) und stammen aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.


 

Fotos der Saadier-Gräber




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